Auf einen Blick
Die EU-Kommission hat einen Cyberangriff auf ihre Webplattform Europa.eu bestätigt. Nach ersten Erkenntnissen könnten dabei Daten abgeflossen sein. Interne Systeme seien nicht betroffen. Die Behörde hat den Vorfall eingedämmt und prüft nun Umfang, betroffene Datensätze und weitere Schutzmaßnahmen. Die Untersuchung läuft weiter.
Das Wichtigste
- Die EU-Kommission hat einen Angriff auf die Cloud-Infrastruktur ihrer Webplattform Europa.eu bestätigt.
- Nach Angaben der Behörde begann der Angriff am 24. März. Daten könnten abgeflossen sein, der Umfang ist bislang offen.
- Interne Systeme waren nach Angaben der Kommission nicht betroffen. Eindämmung und technische Prüfung laufen.
Kommission meldet Angriff auf Europa.eu
Die EU-Kommission hat einen Cyberangriff auf ihre Webplattform Europa.eu bestätigt. Nach Angaben der Behörde traf der Vorfall die Cloud-Infrastruktur, auf der die Website der Kommission läuft. Erste Prüfungen deuten darauf hin, dass dabei Daten abgeflossen sein könnten. Interne Systeme seien nicht betroffen.
Angriff vom 24. März, Umfang weiter unklar
Die Kommission veröffentlichte ihre Mitteilung am 26. März. Reuters berichtete unter Berufung auf die Behörde, der Angriff habe am 24. März begonnen. Konkrete Angaben zur Menge möglicher abgeflossener Daten machte die Kommission nicht. Auch zur Art der betroffenen Datensätze und zu einer möglichen Tätergruppe blieb die Behörde bislang ohne Details.
Öffentliche Webdienste der Kommission betroffen
Europa.eu bündelt zentrale Webangebote der EU-Kommission. Der Vorfall betrifft damit die digitale Infrastruktur der Behörde nach außen, nicht den internen Betrieb. Für Nutzer der Plattform ist vor allem relevant, ob einzelne Webdienste oder Datensätze betroffen sind. Dazu machte die Kommission bisher keine konkreten Angaben.
Forensische Prüfung und Schutzmaßnahmen laufen
Die Kommission teilte mit, sie habe den Angriff eingedämmt und Maßnahmen zur Risikominderung umgesetzt. Die technische Untersuchung läuft weiter. Weitere Angaben zum Umfang des Vorfalls und zu möglichen Folgemaßnahmen sollen nach Abschluss der laufenden Analyse folgen.
Betroffen ist die öffentlich erreichbare Infrastruktur
Der Fall betrifft einen zentralen Zugang zu Informationen und Online-Diensten der EU-Kommission. Für die weitere Bewertung ist entscheidend, ob die laufende Analyse einen tatsächlichen Abfluss bestimmter Daten bestätigt und wie groß der betroffene Bereich auf Europa.eu war.