Berichte: Nvidia lässt 100‑Mrd.-Plan mit OpenAI stocken

Stand: 19. February 2026, 16:46 Uhr
Berlin

Auf einen Blick

Mehrere Medien berichten, dass der angekündigte OpenAI Deal mit Nvidia im Umfang von bis zu 100 Milliarden US-Dollar nicht vorankommt. Damit bleibt offen, ob und wann zusätzliche Rechenkapazität in großem Maßstab entsteht. Für EU-Kunden ergeben sich kurzfristig keine belastbaren Hinweise auf sinkende KI-Preise.

Das Wichtigste

  • Das Wall Street Journal und Reuters melden, dass Nvidias Plan, in großem Umfang in OpenAI zu investieren, derzeit nicht finalisiert ist.
  • Kern der im September 2025 angekündigten Absichtserklärung war ein Investitionsrahmen von bis zu 100 Milliarden US-Dollar, gekoppelt an den Ausbau von mindestens 10 Gigawatt Nvidia-Systemen für OpenAI.
  • Betroffen sind vor allem Unternehmen, die mit fallenden Rechen- und Modellkosten rechnen, sowie Anbieter in der EU, die ihre Beschaffung für 2026 und 2027 planen.

Berichte dämpfen Erwartungen an günstigere KI-Infrastruktur

Der als Megadeal diskutierte Ausbauplan zwischen Nvidia und OpenAI gerät nach Medienberichten ins Stocken. Im Zentrum stehen Investitionen und Hardwarelieferungen, die die Kostenbasis großer Sprachmodelle beeinflussen können. Für den europäischen Markt ist der Vorgang relevant, weil Preis- und Kapazitätsentscheidungen häufig an verfügbare Rechenleistung gekoppelt sind.

Was über den 100‑Mrd.-Plan bekannt ist

OpenAI und Nvidia hatten im September 2025 eine Absichtserklärung veröffentlicht. Darin stellte Nvidia progressive Investitionen von bis zu 100 Milliarden US-Dollar in Aussicht, sofern OpenAI schrittweise mindestens 10 Gigawatt an Nvidia-Systemen in Betrieb nimmt. Reuters und das Wall Street Journal berichteten Ende Januar 2026, dass die Vereinbarung in dieser Größenordnung nicht umgesetzt werde beziehungsweise auf Eis liege. Ob und wann daraus ein verbindlicher Vertrag mit konkreten Liefer- und Investitionszusagen wird, ist noch unklar.

Konsequenzen für Preise und Verfügbarkeit in der EU

Ein direkter Zusammenhang zwischen dem Investitionsplan und konkreten Preisänderungen für KI-Dienste in der EU ist derzeit nicht belegt. Preislisten für API-Zugänge und Abonnements orientieren sich unter anderem an Rechenkosten, Kapazität und Nachfrage. Wenn angekündigte Infrastrukturprojekte verzögert werden, kann das erwartete Entlastungen bei Rechenpreisen hinausschieben, ohne dass daraus automatisch höhere Endkundenpreise folgen. Für Beschaffer in Unternehmen bedeutet das vor allem, dass Kalkulationen für 2026 weniger auf angekündigte Skaleneffekte gestützt werden können.

Wie es weitergeht

Maßgeblich wird sein, ob Nvidia und OpenAI die Absichtserklärung in eine verbindliche Vereinbarung über Investitionen und Systemausbau überführen. OpenAI hatte in der ursprünglichen Ankündigung einen stufenweisen Ausbau mit Zwischenzielen beschrieben. Neue belastbare Hinweise dürften vor allem aus weiteren Unternehmensmitteilungen oder regulatorisch relevanten Veröffentlichungen kommen.

Einordnung

Die Berichte über einen Stillstand beim OpenAI Deal mit Nvidia verschieben den Fokus von großen Investitionssummen auf die Frage, was tatsächlich vertraglich gesichert ist. Für den EU-Markt ergibt sich kurzfristig vor allem Unsicherheit bei der Kapazitätsplanung, während Preiswirkungen ohne konkrete Vertrags- und Preisangaben offen bleiben.

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