Video-KI „Frag dein Video“: Inhalte in Clips schneller finden

Zuletzt aktualisiert: 01. February 2026
Berlin, 01. February 2026

Auf einen Blick

Video-KI verschiebt das Finden in Clips von Stichwörtern zu Fragen in normaler Sprache. Google beschreibt für YouTube eine „Ask“-Funktion, mit der Nutzer Fragen zu einem Video stellen können. Gleichzeitig zeigen neue Benchmarks, wie groß die Lücke zu menschlichem Verständnis noch ist.

Das Wichtigste

  • Google hat Ende 2025 beschrieben, dass YouTube eine „Ask“-Funktion testet, mit der Fragen zu Videos gestellt werden können.
  • Video-KI für „Frag dein Video“ basiert typischerweise auf Analyse von Bild, Ton und Text (z. B. Transkripte), nicht nur auf Titel und Tags.
  • In Q-Bench-Video (CVPR 2025) liegen getestete Modelle in der Gesamtwertung deutlich unter Menschen; berichtet werden u. a. 2.378 Frage-Antwort-Paare.
  • Forschung wie VideoPrism beschreibt, wie große Video-Text-Datensätze und Vortraining Video-Suche und Video-QA technisch möglich machen.

Einleitung

„Frag dein Video“ steht für eine neue Art, Videos zu durchsuchen: Statt zu scrollen oder nur nach Titeln zu suchen, stellt man eine Frage und bekommt eine Antwort. Für YouTube hat Google Ende 2025 eine „Ask“-Funktion beschrieben. Das ist 2026 besonders relevant, weil Clips immer länger, zahlreicher und schwerer „per Hand“ zu durchsuchen sind.

Was neu ist

Der konkrete Auslöser für das Thema ist eine Produktbeschreibung von Google: YouTube soll eine „Ask“-Funktion bekommen, die Fragen zu einem laufenden Video beantwortet. Die Idee dahinter ist simpel, aber folgenreich: Nutzer formulieren ihr Ziel als Frage („Wo wird das Gerät erklärt?“, „Welche Schritte werden gezeigt?“), statt nach Schlagworten zu suchen. Technische Details nennt Google in der Produktankündigung nicht. Parallel liefert die Forschung jedoch Bausteine, wie so ein „Frag dein Video“-Ansatz typischerweise entsteht: durch Vortraining großer Video-Modelle und das Verknüpfen von Video- und Textsignalen.

Was das bedeutet

Für Nutzer heißt Videos durchsuchen künftig: weniger Spulen, mehr „gezieltes Nachfragen“. Damit wird Suche semantisch, also inhaltlich: Eine Video-KI versucht, Bildinhalte, gesprochenen Text und eingeblendete Schrift als Bedeutung zu erfassen. Forschung zu Video-Encodern wie VideoPrism beschreibt dafür große Vortrainingsdaten und Methoden, um Video und Sprache gemeinsam zu lernen. Gleichzeitig ist wichtig, Erwartungen zu kalibrieren: Benchmarks wie Q-Bench-Video zeigen, dass aktuelle Modelle im Schnitt deutlich unter menschlicher Bewertung liegen. In der Praxis bedeutet das: Antworten können hilfreich sein, müssen aber abgesichert werden, wenn es um wichtige Entscheidungen geht.

Wie es weitergeht

Kurzfristig dürfte sich „Frag dein Video“ vor allem dort durchsetzen, wo Videos bereits gute Begleitdaten haben: saubere Untertitel, Kapitelmarken oder klare Bildsprache. Damit können Systeme leichter passende Stellen finden und Fragen beantworten. Mittelfristig wird entscheidend, wie transparent solche Features werden: Idealerweise nennen sie Zeitspannen im Video und zeigen, welche Passage die Antwort stützt. Da öffentliche Produktseiten oft keine technischen Details liefern, werden unabhängige Tests und Benchmarks weiter an Bedeutung gewinnen. Q-Bench-Video und ähnliche Datensätze sind dafür ein realistischer Gradmesser: Sie helfen, Fortschritt zu messen und Grenzen sichtbar zu machen.

Update: 14:05 – Keine weiteren bestätigten Details.

Fazit

Video-KI macht aus dem Video-Player zunehmend eine Suchoberfläche: Fragen ersetzen das mühsame Durchklicken. Die Technik ist reif für viele Alltagsfälle, bleibt aber nachweislich fehleranfällig bei komplexen oder offenen Fragen.

Welche Video-Fragen würdet ihr als Erstes stellen und wo sollte eine KI lieber „weiß ich nicht“ sagen? Teilt eure Beispiele.

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