UK CfD Auktion AR6 vergibt 9,65 GW, davon 6,2 GW

Stand: 10. February 2026, 14:45 Uhr
Berlin

Auf einen Blick

Die britische Regierung hat die Ergebnisse der UK CfD Auktion (Allocation Round 6) veröffentlicht. Nach den offiziellen Listen erhalten Projekte mit zusammen rund 9,65 Gigawatt einen Zuschlag. Die häufig zitierte Zahl von 6,2 Gigawatt bezieht sich auf einen Teil der vergebenen Kapazität. Die Daten dienen als Referenz für europäische Ausschreibungen.

Das Wichtigste

  • Das britische Energieministerium (DESNZ) hat die Ergebnisse der Allocation Round 6 im Contracts-for-Difference-Programm (CfD) bekanntgegeben.
  • Laut offiziellen Auswertungen wurden Zuschläge für insgesamt rund 9,65 GW vergeben; einzelne Berichte nennen 6,2 GW als Teilmenge der bezuschlagten Technologien.
  • Die Verträge laufen über die staatliche Gegenpartei Low Carbon Contracts Company (LCCC) und betreffen Projekte mit festgelegten Inbetriebnahmejahren.

Ergebnisse der Allocation Round 6 im Überblick

Die britische Regierung hat die Resultate der sechsten CfD-Auktionsrunde (Allocation Round 6, AR6) veröffentlicht. Das Programm sichert neuen Erneuerbaren-Kapazitäten über Differenzverträge planbare Erlöse, indem es den Abstand zwischen vertraglich festgelegtem Zuschlagswert (Strike Price) und Referenzmarktpreis ausgleicht. Die AR6-Ergebnisse liefern Projektlisten mit Kapazitäten, Technologien und Zuschlagswerten.

Zuschläge, Technologie-Mix und die 6,2-GW-Zahl

Nach den vom Department for Energy Security and Net Zero (DESNZ) veröffentlichten Ergebnissen wurden in AR6 Projekte mit zusammen rund 9,65 Gigawatt Leistung bezuschlagt. Die Low Carbon Contracts Company (LCCC) hat die Resultate in einem Briefing zusammengefasst und die Verteilung nach Technologien und Lieferjahren dargestellt. In der Berichterstattung taucht zudem eine Zahl von 6,2 Gigawatt auf; sie beschreibt nicht die Gesamtsumme der AR6-Zuschläge, sondern einen Teil der vergebenen Kapazität.

Wichtig: Wie viele der bezuschlagten Projekte fristgerecht in Betrieb gehen, bleibt bislang offen.

Bedeutung für Deutschland und Europa

Unmittelbare rechtliche Wirkungen für Deutschland und die EU ergeben sich aus den britischen AR6-Zuschlägen nicht. Die veröffentlichten Zuschlagswerte und der Technologie-Mix gelten jedoch als Vergleichsmaßstab für europäische Auktionsdesigns und Projektkalkulationen, etwa bei Fragen der Budgetierung, der Lieferjahr-Staffelung und der Einordnung von Preisniveaus zwischen Ausschreibungsrunden. Für grenzüberschreitende Strompreise sind die Effekte höchstens indirekt und zeitverzögert, da die bezuschlagten Anlagen erst mit Inbetriebnahme in das britische Angebot eingehen.

Nächste Schritte im britischen CfD-Programm

Für bezuschlagte Projekte folgen in der Regel die vertraglichen Meilensteine bis zur finanziellen Finalisierung und zur Inbetriebnahme in den jeweils ausgewiesenen Lieferjahren. Die LCCC bleibt als Gegenpartei für die Abwicklung der Zahlungen zuständig. Für weitere Auktionsrunden veröffentlicht die britische Regierung üblicherweise separate Budgets und Parameter; zu einem konkreten Zeitplan macht AR6 selbst keine neuen Vorgaben.

Einordnung

Die AR6-Ergebnisse bestätigen eine hohe bezuschlagte Gesamtkapazität und zeigen zugleich, dass in der öffentlichen Darstellung unterschiedliche Teilsummen kursieren können. Für die Einordnung in Europa sind vor allem die veröffentlichten Projektlisten und Zuschlagswerte relevant, weil sie die Vergleichbarkeit zwischen Ausschreibungsrunden und Ländern erhöhen.

Hinweis an die Redaktion: Welche Kennzahlen aus CfD-Auktionen sollten für internationale Vergleiche standardisiert ausgewiesen werden (z. B. Netto-Kapazität, Lieferjahr, indexierte Zuschlagswerte)?

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