Auf einen Blick
OpenAI will den API-Alias “chatgpt-4o-latest” am 17. Februar 2026 abschalten. Damit müssen Anwendungen, die gezielt auf GPT-4o in dieser Variante zugreifen, auf andere Modellbezeichnungen umgestellt werden. Die Änderung betrifft auch europäische Anbieter, die feste Modellstände dokumentieren oder testen müssen.
Das Wichtigste
- OpenAI kündigt die Abschaltung des API-Alias “chatgpt-4o-latest” zum 17. Februar 2026 an.
- API-Integrationen müssen auf weiterhin unterstützte Modell-IDs umstellen, sonst schlagen Anfragen nach dem Stichtag fehl.
- Betroffen sind Entwickler und Unternehmen, die ChatGPT-nahe GPT-4o-Antworten über die API in Produkte eingebaut haben.
Abschaltung trifft laufende Integrationen
OpenAI stellt den API-Zugriff über den Alias “chatgpt-4o-latest” in wenigen Tagen ein. Die Maßnahme zwingt betroffene Anwendungen zu Änderungen an ihren Modell-Referenzen und zu erneuten Tests. In der Praxis kann das Funktionsunterschiede sichtbar machen, wenn sich Ersatzmodelle in Verhalten oder Ausgabeformat unterscheiden.
Was OpenAI ankündigt
Die Abschaltung des Alias wird in einer Diskussion im offiziellen OpenAI-Community-Forum zur “Deprecation” des Endpunkts genannt. Der Alias wurde in der Praxis genutzt, um über die API eine ChatGPT-nahe Variante von GPT-4o anzusprechen, ohne einen festen Modell-Snapshot zu pinnen. Nach dem Stichtag müssen Anbieter ihre API-Aufrufe auf weiterhin unterstützte Modellbezeichnungen umstellen.
Unabhängig davon hat OpenAI zuvor erklärt, dass ChatGPT standardmäßig mit GPT-5 arbeitet und ein Routing Mechanismus je nach Anfrage unterschiedliche Varianten einsetzen kann. Damit ist eine direkte Gleichsetzung von Oberfläche, Modellwahl und tatsächlich ausgeführter Modellvariante nicht in allen Fällen gegeben.
Wichtig: Welche konkrete Ersatzbezeichnung OpenAI für bestehende “chatgpt-4o-latest”-Integrationen empfiehlt, blieb in der Ankündigung ohne konkrete Angaben.
Bedeutung für Deutschland und Europa
Die Änderung gilt für API-Nutzer weltweit und betrifft damit auch Anbieter in Deutschland und der EU. Für Produkte, die den Alias hart verdrahtet haben, entsteht ein kurzfristiger Umstellungsbedarf bis zum 17. Februar 2026. In regulierten Umgebungen kann die Umstellung zusätzliche Dokumentation und erneute Abnahmetests erfordern, wenn sich Antwortverhalten, Sicherheitsfilter oder unterstützte Eingabeformate ändern.
Wie es weitergeht
Mit Ablauf des 17. Februar 2026 soll “chatgpt-4o-latest” nicht mehr verfügbar sein. Danach bleibt der Zugriff nur über die von OpenAI weiterhin unterstützten Modell-IDs möglich. OpenAI verweist in seinen Produktinformationen darauf, dass ChatGPT und die zugrunde liegenden Modelle im Betrieb aktualisiert werden und sich die interne Auswahl der Modellvariante je nach Anfrage ändern kann.
Einordnung
Die Abschaltung eines ChatGPT-nahen GPT-4o-Alias ist vor allem ein operatives Thema für API-Anbieter. Die Umstellung kann kurzfristig Aufwand auslösen und verlangt Tests, wenn Anwendungen auf stabile Ausgabeformen angewiesen sind. Der Schritt passt in eine Produktstrategie, die Modelle und Auswahlmechanismen im laufenden Betrieb verändert.





