Auf einen Blick
Mercedes-Benz hat für bestimmte EQB-Modelle einen Sicherheitsrückruf wegen möglicher Überhitzung der Hochvoltbatterie eingeleitet. Beim Mercedes EQB Rückruf geht es um ein Risiko für einen thermischen Zwischenfall bis hin zu Brand. Als Vorsorgemaßnahme nennt der Hersteller unter anderem eine Ladebegrenzung auf 80 Prozent, bis die Werkstattmaßnahme erfolgt.
Das Wichtigste
- Mercedes ruft ausgewählte EQB-Fahrzeuge zurück, weil einzelne Batteriezellen unter bestimmten Bedingungen intern kurzschließen können.
- Der Hersteller nennt als Zwischenmaßnahme eine Begrenzung des Ladezustands auf maximal 80 Prozent und empfiehlt, Fahrzeuge nicht in unmittelbarer Nähe von Gebäuden abzustellen.
- Betroffen sind bestimmte EQB-Baujahre ab 2022, der genaue Umfang in der EU ist derzeit nicht bekannt.
Rückruf setzt auf Vorsorge bis zur Werkstattmaßnahme
Mercedes-Benz hat einen Rückruf für bestimmte Fahrzeuge des elektrischen SUV EQB gestartet. Hintergrund ist ein mögliches Brandrisiko im Bereich der Hochvoltbatterie. Halterinnen und Halter müssen mit Einschränkungen beim Laden rechnen, bis die Abhilfe in der Werkstatt umgesetzt ist.
Hochvoltbatterie im Fokus, Hersteller nennt Zellabweichung
Nach Angaben aus einer US-Sicherheitsmeldung an die Verkehrsaufsicht NHTSA kann eine Abweichung in der Produktion von Batteriezellen dazu führen, dass einzelne Zellen bei hohem Ladezustand weniger robust sind. Unter bestimmten Produktions- und Nutzungsbedingungen könne es zu einem internen Kurzschluss kommen, der einen thermischen Zwischenfall auslöst. Die NHTSA-Unterlagen nennen als Lieferanten Farasis Energy (Ganzhou) und beschreiben als finale Abhilfe den Austausch kompletter Hochvoltbatterien bei betroffenen Fahrzeugen.
In Deutschland berichtet der ADAC über einen Rückruf für Mercedes EQA und EQB wegen Brandgefahr und verweist auf entsprechende Sicherheitsmaßnahmen. Mercedes hat in Kundenschreiben zudem eine vorübergehende Begrenzung des Ladezustands sowie Hinweise zum Abstellen des Fahrzeugs kommuniziert.
Folgen für Halterinnen und Halter in der EU
Für betroffene Fahrzeuge gelten nach Herstellerhinweisen vorübergehende Einschränkungen. Dazu gehört, den maximalen Ladezustand auf 80 Prozent zu begrenzen. Außerdem wird empfohlen, Fahrzeuge nach Möglichkeit im Freien und mit Abstand zu Gebäuden zu parken. Diese Maßnahmen sollen das Risiko reduzieren, bis die technische Abhilfe durchgeführt ist.
Ob ein Fahrzeug betroffen ist, hängt von Fahrgestellnummer und Ausstattung ab. Mercedes verweist für die Abwicklung auf den Kontakt zum Handel und auf Rückrufhinweise des Herstellers.
Werkstätten bereiten Abhilfe vor
In den US-Unterlagen ist als Abhilfemaßnahme der Austausch der Hochvoltbatterie vorgesehen. In Europa laufen Rückrufprozesse in der Regel über Hersteller, Importeur und nationale Behörden, die Fahrzeughalter informieren und Werkstatttermine koordinieren. Wann alle betroffenen Fahrzeuge in der EU die endgültige Maßnahme erhalten, hängt von der Verfügbarkeit der Teile und der Terminierung in den Betrieben ab.
Fazit
Der Mercedes-Rückruf zum EQB adressiert ein mögliches Risiko eines thermischen Ereignisses in der Hochvoltbatterie. Bis zur Werkstattmaßnahme setzt der Hersteller auf eine Ladebegrenzung und Hinweise zum Abstellen des Fahrzeugs. Der Vorgang reiht sich in Rückrufmuster der Branche ein, bei denen Software- oder Nutzungsauflagen zunächst Zeit bis zur technischen Abhilfe schaffen.





