Mercedes startet EQB-Akku-Rückruf wegen Brandrisikos

Stand: 19. February 2026, 10:45 Uhr
Berlin

Auf einen Blick

Mercedes-Benz ruft in den USA bestimmte EQB-Modelle wegen möglicher Überhitzung der Hochvoltbatterie zurück. Beim Thema “Mercedes EQA EQB Akku-Rückruf” steht damit aktuell ein EQB-Rückruf im Fokus: Laut NHTSA sollen 12.236 Fahrzeuge in die Werkstatt, Mercedes will betroffene Batteriepacks ersetzen.

Das Wichtigste

  • Mercedes-Benz USA meldet einen Rückruf für EQB-Fahrzeuge wegen eines möglichen internen Kurzschlusses in einzelnen Batteriezellen und daraus folgendem Brandrisiko.
  • Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA beziffert den betroffenen Bestand auf 12.236 Fahrzeuge und nennt als Abhilfe den Austausch der Hochvoltbatterie.
  • Betroffen sind laut NHTSA Modelljahre 2022 bis 2024 aus dem Produktionszeitraum 13. Dezember 2021 bis 9. Mai 2024.

Rückruf mit Batterietausch als Abhilfe

Mercedes-Benz hat in den USA einen sicherheitsrelevanten Rückruf für den Elektro-SUV EQB gestartet. Hintergrund ist nach Angaben der US-Behörde NHTSA ein mögliches Versagen einzelner Batteriezellen bei hohem Ladezustand, das im Extremfall zu einem thermischen Ereignis führen kann. Als Abhilfe sieht der Hersteller den Austausch des Hochvoltbatteriepacks vor.

Was die Behördenunterlagen nennen

Laut NHTSA führt Mercedes-Benz USA den Rückruf unter Bezug auf Fertigungsabweichungen beim Zulieferer der Batteriezellen. Unter bestimmten Stressbedingungen und Einflüssen, etwa beim Laden, könne bei hohem State of Charge (SoC) ein interner Kurzschluss in einzelnen Zellen auftreten. Die Unterlagen verweisen zudem auf eine bereits zuvor eingesetzte Softwaremaßnahme zur Risikoreduzierung, die nach weiteren Vorfällen außerhalb der USA nicht als ausreichende Dauerlösung bewertet worden sei. Mercedes entschied sich laut NHTSA Ende Januar 2026 für den Austausch der Hochvoltbatterien in Fahrzeugen mit Zellen aus definierten Produktionszeiträumen.

Welche Folgen das für Halter hat

Der Rückruf ist als Sicherheitsmaßnahme ausgelegt und zielt auf die Hochvoltbatterie als zentrale Komponente des Fahrzeugs. In den USA erfolgt die Abwicklung über das Händlernetz, vorgesehen ist der Austausch des Batteriepacks. Als Zwischenmaßnahme nennt Mercedes in der Berichterstattung eine Begrenzung des Ladezustands auf 80 Prozent bis zur Reparatur. Ob und in welchem Umfang EQB- oder EQA-Fahrzeuge in Deutschland betroffen sind, ist derzeit nicht bekannt.

Wie der Rückruf ablaufen soll

Nach dem NHTSA-Bericht soll Mercedes-Benz USA betroffene Fahrzeughalter informieren und die Werkstätten mit der Durchführung der Maßnahme beauftragen. Die technische Abhilfe besteht demnach im Austausch des Hochvoltbatteriepacks. NHTSA weist in den Unterlagen außerdem darauf hin, dass Warnhinweise für Fahrer ausbleiben können, wenn ein Ereignis im Stand auftritt.

Fazit

Mit dem EQB-Rückruf in den USA reagiert Mercedes-Benz auf ein mögliches Risiko durch einzelne Batteriezellen bei hohem Ladezustand. Der Wechsel von Softwaremaßnahmen zu einem Batterietausch zeigt, dass der Hersteller das Problem als komponentenseitig bewertet. Für Europa bleibt die konkrete Betroffenheit einzelner Baureihen vorerst offen.

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