Mercedes startet Akku-Rückruf für EQA und EQB

Stand: 26. February 2026, 09:45 Uhr
Berlin

Auf einen Blick

Der Mercedes EQA Rückruf betrifft weltweit mehr als 50.000 Fahrzeuge mit 70,5-kWh-Batterien. Wegen möglicher Zellfehler ordnet der Hersteller einen Austausch der Hochvolt-Batterie an. Zuvor installierte Software-Updates gelten als nicht ausreichend.

Das Wichtigste

  • Mercedes ruft EQA 250+ und EQB 250+ mit 70,5-kWh-Batterie zurück.
  • Ursache sind Produktionsabweichungen bei Batteriezellen des Zulieferers Farasis.
  • Weltweit sind laut Behördenangaben rund 51.700 Fahrzeuge betroffen, davon mehrere tausend in Deutschland.

Rückruf wegen möglicher Brandgefahr

Mercedes-Benz ersetzt bei bestimmten Elektrofahrzeugen der Baureihen EQA und EQB die Hochvolt-Batterie. Hintergrund ist ein möglicher interner Kurzschluss in einzelnen Batteriezellen. Nach Angaben der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA und unter Verweis auf das Kraftfahrt-Bundesamt besteht im Extremfall Brandgefahr.

Behörden bestätigen Austausch der Batterie

Betroffen sind Fahrzeuge des Typs EQA 250+ und EQB 250+ mit einer 70,5-kWh-Batterie aus der Produktion bis Ende Juli 2024. Als Ursache nennt Mercedes Produktionsabweichungen beim Zellhersteller Farasis Energy. Unter bestimmten Bedingungen, insbesondere bei hohem Ladezustand, könne es zu einem internen Kurzschluss kommen. Zunächst hatte der Hersteller ein Software-Update aufgespielt, das den maximalen Ladezustand begrenzte. Nach weiteren Vorfällen entschied sich das Unternehmen für den vollständigen Austausch der Batteriepakete. Die neue Batterie soll technisch überarbeitet sein.

Konsequenzen für Halter in Deutschland

In Deutschland sind mehrere tausend Fahrzeuge registriert. Halter werden schriftlich informiert und müssen einen Werkstatttermin vereinbaren. Bis zum Austausch empfiehlt der Hersteller, den Ladezustand auf 80 Prozent zu begrenzen und das Fahrzeug möglichst im Freien abzustellen. Der Batterietausch selbst soll laut Herstellerangaben einen Arbeitstag in Anspruch nehmen. Für Kunden entstehen keine Kosten.

Abwicklung läuft über Händlernetz

Die Maßnahme wird über das weltweite Händlernetz organisiert. Die Verfügbarkeit ausreichender Ersatzbatterien gilt als zentrale Voraussetzung für eine zügige Umsetzung. Ein konkreter Abschlusszeitpunkt der Aktion ist bislang offen. Die zuständigen Behörden überwachen die Durchführung des Rückrufs.

Fazit

Der Mercedes EQA Rückruf markiert einen sicherheitsrelevanten Eingriff in die Elektromodellpalette des Herstellers. Nach einem zunächst softwarebasierten Ansatz setzt Mercedes nun auf den physischen Austausch der Batterie. Für betroffene Halter bedeutet das einen Werkstattaufenthalt, jedoch keine finanziellen Belastungen.

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