Auf einen Blick
iPhone Preise 2026 könnten unter Druck geraten, weil Speicherchips teurer werden: TrendForce erwartet für Q1/2026 deutlich steigende Vertragspreise bei DRAM und NAND-Flash. Das trifft nicht nur iPhones, sondern auch Tablets und Laptops. Für Deutschland heißt das: Upgrades (mehr GB) können schneller „Luxus“ werden.
Das Wichtigste
- TrendForce hat am 02.02.2026 die Prognose für Q1/2026 angehoben: konventioneller DRAM +90–95% QoQ, NAND-Flash +55–60% QoQ (jeweils Vertragspreise).
- Eine von AppleInsider berichtete Lieferketten-Einschätzung (Analyst Ming-Chi Kuo) nennt als Beispiel eine starke Verteuerung eines 12GB-LPDDR5X-Moduls von etwa 30 US-Dollar (Anfang 2025) auf etwa 70 US-Dollar (Ende 2025).
- Wichtig für deinen Geldbeutel: Ob und wie stark Hersteller die Kosten in Europa weitergeben, hängt von Verträgen, Margen und Wettbewerb ab – teurerer Speicher erhöht aber real die Geräte-Kostenbasis.
Einleitung
Wenn du 2026 ein neues iPhone (oder ein iPad/MacBook) ins Auge fasst, entscheidet oft eine Frage über den Endpreis: Wie viel Speicher nimmst du? Genau dieser Baustein wird gerade teurer. Und selbst wenn die Meldungen aus der internationalen Zulieferkette kommen, landet der Effekt am Ende auf deutschen Preislisten – entweder als höherer UVP-Start, als teurere Speicherstufen oder als weniger aggressive Deals im Handel.
Was neu ist
Gesicherte Fakten: Der Marktforscher TrendForce hat am 02.02.2026 seine Einschätzung für die Vertragspreise im ersten Quartal 2026 deutlich nach oben korrigiert: Bei DRAM (Arbeitsspeicher) erwartet TrendForce +90–95% gegenüber dem Vorquartal, bei NAND-Flash (Speicher für Fotos/Apps/Dateien) +55–60% QoQ. Trade-Presse wie Evertiq berichtet ebenfalls über einen spürbaren Preisschub und verweist auf starke Nachfrage und enge Lieferlagen.
Wichtig: Das ist keine iPhone-spezifische Aussage. DRAM und NAND stecken in praktisch allen modernen Geräten – Smartphones, Tablets, Laptops, SSDs. Steigen die Einkaufspreise, steigen erst einmal die Kosten auf Herstellerseite. Ob daraus direkt höhere Endkundenpreise werden, ist eine zweite Frage.
Faktencheck & Abgrenzung: Es gibt (Stand 03.02.2026) keine bestätigte Preisliste für „iPhone 2026“ und keine offizielle Aussage von Apple zu konkreten Endkundenpreisen. Alles, was über direkte iPhone-Preisaufschläge hinausgeht, ist daher Einordnung auf Basis der belegten Speicherpreis-Signale und typischer Marktmechanik.
Was das für dich bedeutet
1) Mehr Speicher wird als Upgrade schnell überproportional teuer. In der Praxis kalkulieren Hersteller Speicherstufen nicht nur „Kosten pro GB“, sondern auch als Preisdifferenzierung. Wenn NAND/DRAM teurer werden, steigt der Anreiz, hohe Speicheroptionen (z.B. 512 GB/1 TB) noch stärker zu bepreisen. Für dich heißt das: Die günstigste Speichervariante bleibt oft am attraktivsten – bis sie im Alltag (Fotos, Offline-Musik, Apps) nicht mehr reicht.
2) Deutschland/Europa spürt Effekte oft über Deals, nicht nur über UVP. Selbst wenn ein Hersteller die UVP stabil hält, können Händler und Netzbetreiber in Deutschland weniger Spielraum für Rabatte haben. Das ist der Punkt, an dem dein Geldbeutel es wirklich merkt: weniger Cashback, schwächere Trade-in-Boni, seltener „Doppel-Speicher“-Aktionen oder höhere Einmalzahlungen bei Verträgen. Konkrete Anpassungen sind je Anbieter unterschiedlich und müssen jeweils am Angebot überprüft werden.
3) Welche Speichervarianten sind besonders „gefährdet“? Tendenziell treffen starke Speicherpreisbewegungen zuerst Modelle mit hohen Kapazitäten und Geräteklassen, bei denen Speicher einen größeren Anteil an den Gesamtkosten hat (z.B. günstige Laptops/SSDs). Bei Smartphones können besonders die Sprünge 256 → 512 GB und 512 GB → 1 TB teuer wirken, weil Hersteller diese Stufen traditionell mit Aufpreis positionieren.
4) Safety/Datenschutz im Alltag: Wenn du wegen hoher Aufpreise eher bei kleinerem Speicher bleibst, verschiebt sich Datenhaltung Richtung Cloud. Das ist okay – aber plane bewusst: Offline-Backups (z.B. verschlüsselte lokale Sicherung) und 2-Faktor-Absicherung für Cloud-Konten werden dann wichtiger, weil mehr persönliche Daten „extern“ liegen.
Checkliste: So vermeidest du überteuerte Speicher-Upgrades
- Kaufzeitpunkt: Wenn dein Gerät noch gut läuft, beobachte Preise über mehrere Wochen. Bei spürbar steigenden Speicherpreisen können Aktionen kurzfristig ausdünnen – umgekehrt fallen Gerätepreise oft erst nach neuen Modellstarts. Keine Panik-Käufe, sondern Preisalarme setzen.
- Speicherwahl (128/256/512 GB): Für viele ist 256 GB der Sweet Spot: genug Reserve, ohne in die teuersten Upgrade-Stufen zu rutschen. 128 GB lohnt sich nur, wenn du konsequent ausmistest/auslagerst; 512 GB/1 TB nur, wenn du wirklich Offline-Medien, viele 4K/Pro-Video-Dateien oder große Spiele dauerhaft hältst.
- Verträge/Bundle-Preise: Rechne immer Gesamtkosten (Einmalzahlung + 24 Monate) und vergleiche mit Kauf ohne Vertrag. Wenn Speicher teurer wird, können Anbieter den Aufpreis „verstecken“ (höhere Einmalzahlung, weniger Bonus).
- Alternativen: Prüfe Vorgängermodelle und refurbished Geräte (seriöse Händler mit Gewährleistung). Oft bekommst du dort mehr Speicher für weniger Geld, weil die Preislogik anders greift als bei aktuellen Flaggschiffen.
- Cloud + Offline-Backup: Wenn du kleineren Speicher nimmst, kombiniere Cloud-Speicher mit regelmäßigen lokalen Backups. So reduzierst du den Druck, teure Speicherstufen zu kaufen, ohne Daten zu riskieren.
Wie es weitergeht
Entscheidend wird, ob sich die von TrendForce erwarteten starken Bewegungen bei DRAM und NAND über mehrere Quartale halten oder wieder abkühlen. Für iPhone Preise 2026 (und vergleichbare Geräte) zählt außerdem, wie Hersteller ihre Speicherstufen positionieren: Bleiben Einstiegspreise stabil, können die höheren Varianten im Verhältnis teurer werden. Für Deutschland lohnt es sich, neben UVP auch Netzbetreiber-Deals, Trade-ins und Händler-Rabatte im Blick zu behalten – dort zeigt sich Preisdruck oft zuerst.
Fazit
Speicher ist gerade der stille Preistreiber. Die belegten Signale aus dem Speicherchip-Markt (TrendForce-Prognose für Q1/2026, Zulieferketten-Checks zu DRAM-Kosten) bedeuten nicht automatisch „iPhone wird garantiert teurer“. Aber sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass sich 2026 Preisvorteile verschieben: Upgrades auf mehr GB könnten seltener ein No-Brainer sein – besonders für deutsche Käufer, die stark über Deals und Verträge optimieren.





