Der Ionity Ad-hoc Preis in Deutschland wurde laut Branchenberichten auf rund 0,69 Euro pro kWh gesenkt. Damit wird das Schnellladen ohne Vertrag spürbar günstiger als zuvor. Doch lohnt sich Ionity ohne Abo laden Deutschland wirklich für dich? Dieser Artikel erklärt die aktuellen Ladepreise Schnellladen, zeigt konkrete Rechenbeispiele für typische Fahrten und ordnet ein, wann ein Abo oder Roaming-Angebot sinnvoller ist.
Einleitung
Wer mit dem E-Auto länger unterwegs ist, kennt die Situation: Der Akkustand sinkt, die nächste Schnellladesäule ist ein Hochleistungslader an der Autobahn. Genau hier spielt Ionity eine wichtige Rolle. Bisher galt das spontane Laden ohne Vertrag jedoch als vergleichsweise teuer. Viele Fahrer haben deshalb mit Apps, Ladekarten oder Abos gerechnet, um die Kosten zu drücken.
Laut Marktberichten und Branchenmedien wurde der Ionity Ad-hoc Preis in Deutschland nun auf etwa 0,69 Euro pro kWh gesenkt. Zuvor lag er bei rund 0,79 Euro pro kWh. Parallel bewirbt Ionity neue Jahresabos mit festem kWh-Preis. Die Frage ist also berechtigt: Reicht der neue Direktpreis für Gelegenheitsfahrer aus, oder lohnt sich ein Vertrag weiterhin?
Im Folgenden bekommst du eine klare Einordnung mit belastbaren Zahlen, einfachen Rechenbeispielen und einem Blick auf Alternativen.
Was sich beim Ionity Ad-hoc Preis ändert
Nach Angaben aus der Branchenberichterstattung wurde der Ad-hoc-Tarif in mehreren Ländern angepasst. Für Deutschland wird ein neuer Preis von rund 0,69 Euro pro kWh genannt. Zuvor waren etwa 0,79 Euro pro kWh üblich. Die Senkung liegt damit bei rund 0,10 Euro pro kWh.
Die Anpassung der Direktpreise wird in mehreren Marktberichten als Reaktion auf den zunehmenden Wettbewerb im HPC-Markt beschrieben.
Ionity betreibt sogenannte High Power Charger mit bis zu 400 kW Ladeleistung. Abgerechnet wird in der Regel pro geladener Kilowattstunde. AC- und DC-Unterscheidungen spielen bei Ionity kaum eine Rolle, da es sich nahezu ausschließlich um DC-Schnellladepunkte handelt.
Wichtig ist: Der tatsächliche Preis wird laut Unternehmensangaben standortbezogen in der App angezeigt. Unterschiede können entstehen, wenn du über Partnernetzwerke lädst. Im Rahmen von Kooperationen mit anderen Schnellladeanbietern gelten teilweise die Preise des jeweiligen Betreibers.
| Merkmal | Beschreibung | Wert |
|---|---|---|
| Alter Direktpreis | Ad-hoc-Laden ohne Vertrag | ca. 0,79 €/kWh |
| Neuer Direktpreis | Ad-hoc-Laden ohne Vertrag | ca. 0,69 €/kWh |
| Preisdifferenz | Ersparnis pro kWh | ca. 0,10 € |
Was bedeutet das für typische Fahrten?
Rechnen wir mit einem realistischen Beispiel. Du lädst auf einer Langstrecke 50 kWh nach. Beim neuen Ionity Ad-hoc Preis von 0,69 Euro pro kWh zahlst du dafür 34,50 Euro. Beim alten Preis von 0,79 Euro wären es 39,50 Euro gewesen. Die Ersparnis liegt bei 5 Euro pro Ladevorgang.
Ein weiteres Beispiel: Angenommen, dein Fahrzeug verbraucht 20 kWh pro 100 Kilometer. Mit 50 kWh kommst du rund 250 Kilometer weit. Die reinen Energiekosten pro 100 Kilometer liegen damit bei etwa 13,80 Euro beim aktuellen Ad-hoc-Preis.
Für Gelegenheitsfahrer, die nur wenige Male im Jahr auf Schnellladen angewiesen sind, wirkt der gesenkte Direktpreis deutlich attraktiver. Du brauchst keine Grundgebühr und kein Abo, sondern zahlst nur, was du wirklich lädst.
Anders sieht es aus, wenn du regelmäßig Langstrecke fährst. Dann summieren sich selbst 0,10 Euro Unterschied pro kWh schnell zu einem spürbaren Betrag im Jahr.
Abo, Roaming oder Ad-hoc?
Ionity bietet laut eigenen Angaben Jahresabos mit festem kWh-Preis an. Branchenberichte nennen beispielhafte Preisniveaus von etwa 0,49 Euro pro kWh im Rahmen solcher Tarife. Entscheidend ist die Differenz zum Ad-hoc-Preis.
Nehmen wir an, der Unterschied beträgt 0,20 Euro pro kWh. Bei einer jährlichen Abo-Gebühr von rund 59,99 Euro läge der rechnerische Break-even bei etwa 300 kWh pro Jahr. Das entspricht bei 20 kWh pro 100 Kilometer rund 1.500 Kilometern, die du ausschließlich an Ionity-Schnellladern laden müsstest.
Für Vielfahrer oder Pendler mit regelmäßigen Autobahnstrecken kann sich ein Abo daher rechnen. Für Urlaubsfahrer, die nur zwei- oder dreimal im Jahr auf HPC-Lader angewiesen sind, ist der neue Direktpreis oft ausreichend.
Hinzu kommt Roaming. Wenn du über andere Anbieter oder Fahrzeughersteller-Tarife lädst, gelten teilweise abweichende Preise. Diese können über oder unter dem offiziellen Ionity Ad-hoc Preis liegen. Ein Preisvergleich vor der Fahrt bleibt deshalb sinnvoll.
Technik, Transparenz und mögliche Zusatzkosten
Abgerechnet wird beim Schnellladen über die gemessene Energiemenge an der Ladesäule. Technisch erfassen geeichte Zähler die geladene Energie in Wattstunden. Diese Werte werden an das Backend übermittelt und bilden die Grundlage für die Rechnung.
Je nach Betreiber können Rundungsregeln oder Mindestabrechnungseinheiten eine Rolle spielen. Auch Blockier- oder Standgebühren sind an manchen Standorten üblich, wenn ein Fahrzeug nach Ladeende angeschlossen bleibt. Laut Unternehmensinformationen werden Preise und Bedingungen standortbezogen angezeigt.
Ein weiterer Punkt ist die Netzübergreifende Nutzung. Im Rahmen von Kooperationen mit anderen Schnellladenetzen kann es vorkommen, dass die Preisstruktur des jeweiligen Betreibers gilt. Dadurch entstehen Unterschiede, obwohl du dich im gleichen App-Ökosystem bewegst.
Für dich bedeutet das: Der gesenkte Ad-hoc-Preis ist ein klarer Schritt in Richtung mehr Wettbewerbsfähigkeit. Trotzdem lohnt ein kurzer Blick in die App vor dem Start des Ladevorgangs.
Fazit
Der reduzierte Ionity Ad-hoc Preis von rund 0,69 Euro pro kWh macht das spontane Schnellladen in Deutschland deutlich attraktiver als zuvor. Für Gelegenheitsfahrer und Reisende ohne feste Ladeplanung kann Ionity ohne Abo laden Deutschland damit eine faire und einfache Option sein. Wer jedoch regelmäßig mehrere Hundert Kilowattstunden pro Jahr an HPC-Säulen lädt, sollte ein Abo oder alternative Tarife durchrechnen. Am Ende entscheidet nicht nur der kWh-Preis, sondern dein persönliches Fahrprofil.





