Hexicon wertberichtigt TwinHub-Projekt im Offshore-Wind

Stand: 11. February 2026, 14:46 Uhr
Berlin

Auf einen Blick

Der schwedische Entwickler Hexicon hat eine Wertberichtigung im Zusammenhang mit dem schwimmenden Offshore-Wind-Projekt TwinHub im Vereinigten Königreich gemeldet. Die Mitteilung unterstreicht den anhaltenden Kostendruck und die Finanzierungsrisiken in der Branche. Unmittelbare Folgen für deutsche Strompreise ergeben sich daraus nicht automatisch.

Das Wichtigste

  • Hexicon hat eine Wertberichtigung im Zusammenhang mit dem Floating-Offshore-Wind-Projekt TwinHub veröffentlicht.
  • Das Unternehmen verknüpft die Anpassung mit dem Projekt; zur Höhe machte Hexicon in der berichteten Mitteilung ohne konkrete Angaben.
  • Die Nachricht fällt in eine Phase, in der Branchenanalysen steigende Kapitalkosten und höhere Projektkosten als zentrale Belastungsfaktoren nennen.

Wertberichtigung bei Hexicon als Signal für die Branche

Hexicon hat den Buchwert eines Projekts im Offshore-Wind-Portfolio angepasst. Konkret betrifft die Wertberichtigung das schwimmende Vorhaben TwinHub vor der britischen Küste. Solche Anpassungen wirken in der Regel auf Ergebniskennzahlen und können die Bewertung weiterer Projekte beeinflussen.

Was Hexicon gemeldet hat

Nach Angaben von Windtech International hat Hexicon eine Wertberichtigung in Verbindung mit dem Floating-Offshore-Wind-Projekt TwinHub bekanntgegeben. TwinHub ist ein Projekt in Großbritannien, das auf schwimmende Fundamente setzt und damit andere technische und logistische Anforderungen hat als konventionelle Offshore-Anlagen auf festen Fundamenten.

Wichtig: Welche konkreten Annahmen zur Projektbewertung angepasst wurden, blieb in der berichteten Mitteilung offen.

Bedeutung für Deutschland und Europa

Die Wertberichtigung betrifft ein Projekt im Vereinigten Königreich und hat keine unmittelbare, automatische Wirkung auf die Strompreisbildung in Deutschland. Sie passt jedoch in ein europäisches Marktumfeld, in dem Entwickler und Branchenstudien seit 2023 wiederholt auf gestiegene Finanzierungskosten, höhere Lieferkettenpreise und Risiken in Auktionen hinweisen. Diese Faktoren können Investitionsentscheidungen und die Kalkulation neuer Offshore-Wind-Projekte in Nord- und Ostsee beeinflussen.

Wie es weitergeht

Für Hexicon dürfte entscheidend sein, ob das Unternehmen weitere Angaben zur Bewertung von TwinHub und zum Projektfahrplan veröffentlicht. Auf Branchenebene bleibt relevant, inwieweit die in Studien beschriebenen Kosten- und WACC-Annahmen in künftigen Ausschreibungen und Finanzierungsrunden abgebildet werden. Ein kurzfristiger institutioneller Schritt ist vor allem über reguläre Finanzberichte und Projekt-Updates zu erwarten.

Einordnung

Die von Hexicon gemeldete Wertberichtigung bei TwinHub ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Offshore-Wind-Projekte in Europa stärker auf Kosten- und Finanzierungsannahmen reagieren als in den Niedrigzinsjahren. Für Deutschland sind daraus vorerst keine direkten Preisfolgen ableitbar, die Nachricht kann aber die Risikowahrnehmung bei Investoren und in Auktionen beeinflussen.

Welche Projektkennzahlen (Kosten, Verfügbarkeit, Vertragsmix) sollten Entwickler in Berichten standardisiert ausweisen, um Offshore-Wind-Vorhaben in Europa besser vergleichbar zu machen?

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