Auf einen Blick
Die GSMA treibt die Einführung interoperabler RCS Verschlüsselung voran. Nach der Integration des RCS-Standards in iOS gilt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als nächster Schritt. Für iPhone-Nutzer hängt die tatsächliche Sicherheit von der Umsetzung durch Netzbetreiber und der technischen Ausgestaltung ab.
Das Wichtigste
- Die GSMA bezeichnet interoperable Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS als nächsten Meilenstein.
- Apple unterstützt seit iOS 18 den RCS Universal Profile Standard.
- Die Aktivierung von RCS Verschlüsselung ist von Netzbetreibern und Software-Updates abhängig.
Interoperable Verschlüsselung als nächster Schritt
Der Mobilfunkverband GSMA hat die Einführung interoperabler Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für den RCS-Standard als nächsten Entwicklungsschritt bestätigt. Nachdem Apple mit iOS 18 den RCS Universal Profile unterstützt, rückt damit die Frage nach der Sicherheit von iPhone-Chats in den Mittelpunkt. Ziel ist eine plattformübergreifende Absicherung von Nachrichten zwischen Android- und iOS-Geräten.
Standard sieht Ende-zu-Ende-Schutz vor
Die GSMA erklärte in einer Mitteilung, dass interoperable Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein zentraler Bestandteil der Weiterentwicklung des RCS Universal Profile ist. Dabei sollen Nachrichten so verschlüsselt werden, dass nur Sender und Empfänger den Inhalt lesen können. Technische Grundlage ist nach Branchenangaben unter anderem das Messaging Layer Security Protokoll, das für Gruppenkommunikation entwickelt wurde.
Apple hatte 2024 die Unterstützung des RCS-Standards angekündigt und mit iOS 18 eingeführt. Berichte über Testversionen deuten darauf hin, dass eine Aktivierung der RCS Verschlüsselung erprobt wird. Eine flächendeckende Freischaltung ist bislang offen und hängt von der Unterstützung durch Mobilfunkanbieter ab.
Auswirkungen für Nutzer in Deutschland
Für Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland bedeutet die Entwicklung, dass RCS-Nachrichten zwischen iPhone- und Android-Geräten perspektivisch verschlüsselt übertragen werden können. Ob Chats tatsächlich Ende-zu-Ende-geschützt sind, hängt jedoch vom jeweiligen Netzbetreiber und der implementierten Softwareversion ab.
Ohne aktivierte RCS Verschlüsselung bleiben Nachrichten zwar über den RCS-Dienst transportiert, sind jedoch nicht zwingend durchgängig abgesichert. Metadaten wie Absender, Empfänger und Zeitpunkt der Kommunikation fallen weiterhin beim Betreiber an.
Weitere Schritte bei Netzbetreibern erwartet
Für eine breite Einführung müssen Netzbetreiber ihre Infrastruktur anpassen und die entsprechenden Spezifikationen unterstützen. Zudem sind Software-Updates auf Endgeräten erforderlich. Ein konkreter Zeitplan für eine umfassende Aktivierung der interoperablen RCS Verschlüsselung wurde nicht genannt.
Fazit
Mit der Unterstützung des RCS-Standards auf dem iPhone ist die technische Grundlage gelegt. Ob iPhone-Chats künftig durchgängig Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind, entscheidet die Umsetzung der interoperablen RCS Verschlüsselung durch Anbieter und Hersteller. Die Einführung gilt als wahrscheinlich, ist jedoch noch nicht flächendeckend abgeschlossen.





