Google kauft Intersect für 4,75 Mrd. USD und sichert grünen Strom

Zuletzt aktualisiert: 05. January 2026
Berlin, 05. January 2026

Auf einen Blick

Google kauft erneuerbaren Strom indirekt durch die Übernahme des Projektentwicklers Intersect. Alphabet zahlt 4,75 Mrd. USD plus Schuldenübernahme; Abschluss wird für H1 2026 erwartet. Der Deal soll Google schneller mit erneuerbarer Erzeugung und Speicher für Rechenzentren versorgen.

Das Wichtigste

  • Alphabet/Google kündigte die Übernahme von Intersect für 4,75 Mrd. USD (bar) plus Übernahme von Schulden an.
  • Intersect bringt nach eigenen Angaben etwa 15 Mrd. USD an Assets in Betrieb oder im Bau ein und hat eine Pipeline von rund 10,8 GW bis 2028.
  • Bestimmte operative Projekte in Texas und Kalifornien sind von der Transaktion ausgenommen.

Einleitung

Alphabet hat Ende Dezember 2025 die Übernahme des US-Energieentwicklers Intersect angekündigt. Der Schritt soll Google direkten Zugriff auf neue erneuerbare Erzeugung und Speicherkapazitäten geben. Für Nutzer und Netze ist wichtig: Es geht nicht nur um PPAs, sondern um eigene Projektkapazität zur Versorgung von Rechenzentren.

Was neu ist

Alphabet/Google hat am 22. Dezember 2025 eine Vereinbarung zum Kauf von Intersect bekanntgegeben. Der Kaufpreis beträgt 4,75 Mrd. USD in bar; zusätzlich übernimmt Google offenbar bestehende Verbindlichkeiten. Intersect meldet rund 15 Mrd. USD an Vermögenswerten in Betrieb oder im Bau und eine Projektpipeline von etwa 10,8 GW, die bis 2028 online oder in Entwicklung sein soll. Medienberichte und Unternehmensmitteilungen nennen H1 2026 als erwartetes Closing. Ausgenommen von der Übernahme sind einzelne, bereits operative Projekte in Texas und Kalifornien, die bei anderen Investoren verbleiben.

Was das bedeutet

Für Google bedeutet der Kauf, dass das Unternehmen nicht nur Strom per PPA zukauft, sondern eigene Erzeugungskapazität kontrollieren will. Das kann Rechenzentren schneller mit passender Energie versorgen und Schwankungen besser ausgleichen. Für den Markt heißt das mehr Wettbewerb um Projektentwicklung und Netzanschlüsse. Risiken liegen in regulatorischen Prüfungen, möglichen Verzögerungen bei Genehmigungen und in der Komplexität von Speicherprojekten. Verbraucher merken das vorerst kaum; die direkten Effekte zeigen sich vor allem bei großen Cloud- und KI-Kunden.

Wie es weitergeht

In den nächsten Monaten stehen regulatorische Prüfungen und die vertragliche Klärung der übernommenen Assets an. Google muss Details zur Schuldenübernahme offenlegen und die Ausnahmen bei Texas- und Kalifornien-Projekten präzisieren. Fachlich wichtig sind zudem Genehmigungen für Netzanbindung und Bauzeiten der Speicher- und Erzeugungsanlagen. Beobachter erwarten, dass Google das Intersect-Team in seine Infrastruktur-Organisation einbindet und Pilotprojekte für Langzeitspeicher und Geothermie vorantreibt. Ein mögliches Closing ist für H1 2026 angekündigt, Verzögerungen sind nicht ausgeschlossen.

Update: 11:35 – Regulato­rische Prüfungen werden erwartet; offizielles Closing noch offen.

Fazit

Die Übernahme zeigt, dass Tech‑Konzerne ihren Zukauf grüner Erzeugungskapazität vorantreiben, statt nur Strom zu kaufen. Für Google ist der Schritt ein Werkzeug, um Rechenzentren zuverlässiger mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Beobachten Sie nun die regulatorischen Schritte und die konkrete Umsetzung der Projektpipeline.

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