Google blockiert 1,75 Millionen Apps im Play Store 2025

Stand: 20. February 2026, 12:46 Uhr
Berlin

Auf einen Blick

Google meldet, im Jahr 2025 rund 1,75 Millionen App-Einreichungen wegen Regelverstößen im Play Store gestoppt zu haben. Laut dem Unternehmen soll die Google Play Sicherheit dabei auf mehr automatisierten Prüfungen, Play Protect und neuen Entwickler-Kontrollen beruhen. Für Nutzer in der EU bedeutet das vor allem strengere Vorabfilterung und mehr Sperren riskanter Installationen.

Das Wichtigste

  • Google gibt an, 2025 insgesamt 1,75 Millionen Apps vor der Veröffentlichung im Play Store blockiert zu haben.
  • Nach Angaben des Konzerns wurden mehr als 80.000 Entwicklerkonten gesperrt.
  • Play Protect habe 2025 weltweit 266 Millionen riskante Installationen abgewehrt und täglich 350 Milliarden App-Scans durchgeführt.

Google legt Sicherheitszahlen für 2025 vor

Google hat eine Sicherheitsbilanz für den Play Store veröffentlicht und darin umfangreiche Maßnahmen gegen schädliche oder regelwidrige Apps für 2025 beziffert. Im Mittelpunkt stehen Blockaden vor der Veröffentlichung sowie Sperren von Entwicklerkonten. Die Angaben sind Teil der jährlichen Berichterstattung des Konzerns zur Absicherung seines App-Ökosystems.

Zahlen und Maßnahmen aus dem aktuellen Bericht

Laut Google wurden 2025 rund 1,75 Millionen App-Einreichungen gestoppt, bevor sie im Play Store veröffentlicht werden konnten. Zudem habe der Konzern mehr als 80.000 Entwicklerkonten gesperrt. Google führt die Ergebnisse unter anderem auf eine Kombination aus automatisierten Prüfungen und menschlicher Überprüfung zurück.

Als weitere Säule nennt Google Play Protect, das auf Android-Geräten Apps auf schädliches Verhalten prüft. Der Konzern berichtet, Play Protect habe 2025 weltweit 266 Millionen riskante Installationen verhindert und täglich 350 Milliarden App-Scans ausgeführt. Zusätzlich verweist Google auf technische Signale wie die Play Integrity API sowie auf strengere Kontrollen rund um Entwickleridentitäten und App-Zugriffe auf sensible Daten.

Eine Aufschlüsselung nach EU-Ländern oder nach Kategorien von Regelverstößen ist bislang offen.

Folgen für Nutzer in der EU

Für Nutzer in der EU wirken die Maßnahmen vor allem an zwei Stellen. Zum einen werden Apps nach Googles Darstellung häufiger schon im Einreichungsprozess abgewiesen und erscheinen nicht im Store. Zum anderen soll Play Protect riskante Installationen auf Geräten blockieren, insbesondere wenn Apps aus anderen Quellen als dem Play Store stammen oder Auffälligkeiten zeigen.

Für Entwickler und App-Anbieter bedeuten die strengeren Kontrollen tendenziell mehr Prüfungen und Vorgaben, etwa bei der Identitätsprüfung von Konten und bei der Begründung von Berechtigungen. Für den Play Store als Plattform erhöhen sich damit die Hürden für neue oder aktualisierte Apps, die gegen Richtlinien verstoßen oder ungewöhnliche Zugriffsmuster zeigen.

Wie es weitergeht

Google ordnet die Zahlen als Teil einer fortlaufenden Strategie ein, Verstöße früher zu erkennen und schneller zu unterbinden. Konkrete zusätzliche Schwellenwerte oder Zeitpläne für weitere Änderungen am Prüfprozess nennt der Konzern in der veröffentlichten Zusammenfassung nicht. Für 2026 ist damit vor allem mit der Fortsetzung automatisierter Kontrollen und der weiteren Nutzung von Geräte- und Integritätssignalen zu rechnen.

Einordnung

Die neuen Angaben unterstreichen, dass Google die Abwehr von Regelverstößen im Play Store vor allem über Vorab-Blockaden und Kontensperren skaliert. Die Zahlen betreffen die weltweite Plattform und lassen keine Rückschlüsse auf einzelne Märkte zu. Für die Bewertung der Google Play Sicherheit bleibt damit zentral, wie wirksam die Maßnahmen gegen neue Umgehungstechniken sind und wie transparent die Kriterien für Zurückweisungen im Einzelfall bleiben.

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