Firefox: KI-Funktionen per Schalter abschalten – Komfort vs. Kontrolle

Zuletzt aktualisiert: 02. February 2026
Berlin, 02. February 2026

Auf einen Blick

Mozilla führt in Firefox zentrale „AI controls“ ein: Mit einem Schalter lassen sich KI-„Enhancements“ blockieren, inklusive Pop-ups und Erinnerungen. Das Thema „Firefox KI-Funktionen deaktivieren“ ist damit einfacher lösbar – und zeigt den Spagat zwischen praktischem Komfort (Chatbot, Zusammenfassungen) und mehr Kontrolle über Datenflüsse.

Das Wichtigste

  • Laut Mozilla-Blog kommt eine zentrale Seite „AI controls“ in Firefox, inklusive Toggle „Block AI enhancements“.
  • Mozilla beschreibt, dass beim Nutzen von KI-Prompts Inhalte an den gewählten Chatbot-Anbieter gesendet werden können (z. B. ausgewählter Text und Seitentitel).
  • Für verwaltete Umgebungen dokumentiert Mozilla Enterprise-Policies wie GenerativeAI, um generative KI-Funktionen global zu deaktivieren.
  • Mehrere Medien berichten über Nutzerbeschwerden zu Leistung und Akkuverbrauch im Zusammenhang mit KI-Integrationen in Firefox.

Einleitung

Firefox experimentiert seit einiger Zeit mit KI-Funktionen wie einem Chatbot in der Sidebar. Nun kündigt Mozilla an, das Deaktivieren deutlich zu vereinfachen: Über „AI controls“ soll ein globaler Schalter „Block AI enhancements“ auftauchende Hinweise und kommende KI-Features ausblenden. Für Nutzerinnen und Nutzer ist das relevant, weil es um Privatsphäre, Performance und die Frage geht, wie viel Automatik ein Browser haben darf.

Was neu ist

Mozilla beschreibt im Firefox-Blog eine neue, zentrale Einstellungsseite „AI controls“. Dort soll es einen Hauptschalter geben: „Block AI enhancements“. Wenn er aktiv ist, sollen in Firefox keine Pop-ups oder Erinnerungen zu bestehenden oder kommenden KI-Funktionen mehr erscheinen. Laut Blog sollen die gewählten KI-Einstellungen außerdem Updates überdauern. Parallel gibt es weiterhin die Möglichkeit, einzelne KI-Elemente wie den „AI Chatbot“ aus der Sidebar zu entfernen. In der offiziellen Hilfe erklärt Mozilla außerdem den Datenfluss: „If you choose a prompt, Firefox sends it plus the selected text and page title, to the chatbot you’ve chosen.“

Was das bedeutet

Der neue Schalter ist ein Signal in Richtung Kontrolle: Wer „Firefox KI-Funktionen deaktivieren“ möchte, muss nicht mehr jede einzelne Option suchen. Gleichzeitig macht Mozillas eigene Beschreibung klar, warum das viele interessiert: Bei KI-Aktionen können ausgewählte Inhalte und Metadaten an externe Anbieter gehen. Mozilla betont laut Hilfe, die Chats selbst nicht zu sehen, erhebt aber Nutzungs-Telemetrie (z. B. welche Funktionen genutzt werden). Zudem zeigt die Debatte um Performance, dass KI-Features nicht nur eine Geschmacksfrage sind: Medienberichte verweisen auf Beschwerden über CPU-Last und Akkuverbrauch. Ein globaler Off-Schalter kann daher auch ein praktischer „Ruhemodus“ sein.

Wie es weitergeht

Für Privatanwender dürfte der schnellste Weg künftig über „AI controls“ laufen, sobald die Funktion im eigenen Firefox verfügbar ist. Bis dahin bleiben die bisherigen Stellschrauben: den Chatbot in der Sidebar entfernen oder – für erfahrene Nutzer – gezielt Funktionen über erweiterte Einstellungen reduzieren. In Unternehmen ist der sauberste Hebel meist die zentrale Verwaltung: In Mozillas Policy-Dokumentation taucht etwa GenerativeAI als Enterprise-Policy auf, um generative KI-Funktionen abzuschalten. Ob Mozilla die KI-Optionen standardmäßig eher opt-in oder opt-out ausliefert, wird auch davon abhängen, wie laut das Feedback zu Datenschutz, Bedienbarkeit und Ressourcenverbrauch ausfällt.

Update: 21:48 – Keine weiteren bestätigten Details.

Fazit

Ein zentraler KI-Schalter in Firefox senkt die Hürde für alle, die bewusst auf KI-Hilfen verzichten wollen. Gleichzeitig bleibt entscheidend, transparent zu machen, welche Daten an Anbieter gehen und was lokal bleibt. Am Ende ist es eine Komfortfrage – aber eine, die Kontrolle und Ressourcen direkt berührt.

Schreib uns in die Kommentare, ob du KI-Funktionen im Browser nutzt – oder sie grundsätzlich deaktivierst.

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