Auf einen Blick
Die Tesla Verkäufe Kalifornien, gemessen an Neuzulassungen, sind 2025 (bis September) laut California New Car Dealers Association deutlich zurückgegangen. Der Marktanteil der Marke fiel parallel. Für Europa ist der Datensatz vor allem ein Signal für anhaltenden Wettbewerbs- und Margendruck im E-Auto-Segment.
Das Wichtigste
- Tesla registrierte in Kalifornien 2025 bis Ende September 135.453 Neuzulassungen nach 159.487 im Vorjahreszeitraum.
- Das entspricht einem Rückgang um 15,1%; der Marktanteil sank von 12,1% auf 9,8%.
- Die Zahlen stammen aus dem “California Auto Outlook” der California New Car Dealers Association (CNCDA) auf Basis von Experian-Autodaten.
Kalifornien-Zahlen drücken Teslas Marktanteil
Die Neuzulassungen von Tesla in Kalifornien sind 2025 (bis September) im Jahresvergleich um 15,1% gesunken. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der California New Car Dealers Association hervor. Der Rückgang trifft einen der wichtigsten US-Märkte für Elektroautos und verschiebt die Kräfteverhältnisse im Wettbewerb.
CNCDA-Auswertung beziffert Rückgang bei Neuzulassungen
In ihrem Bericht “California Auto Outlook” weist die CNCDA für Tesla in Kalifornien 135.453 Neuzulassungen im Zeitraum “Year-to-date through September” 2025 aus. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum lagen die Registrierungen bei 159.487. Damit fehlten rechnerisch 24.034 Fahrzeuge gegenüber 2024.
Parallel ging der Tesla-Anteil am kalifornischen Neuwagenmarkt zurück. Die CNCDA beziffert den Marktanteil für den betrachteten Zeitraum 2025 mit 9,8%, nach 12,1% ein Jahr zuvor. Die Angaben beruhen auf AutoCount-Daten von Experian Automotive, die in Branchenberichten als Maß für Neuzulassungen genutzt werden.
Folgen für Preise und Wettbewerb in Europa
Der kalifornische Rückgang hat zunächst eine betriebswirtschaftliche Dimension. Weniger Zulassungen bedeuten bei unverändertem Modellmix geringeres Absatzvolumen in einem margenrelevanten Markt. Zugleich spricht der Verlust von 2,3 Prozentpunkten Marktanteil für stärkere Konkurrenz bei E-Fahrzeugen und einen intensiveren Preis- und Angebotswettbewerb.
Für Europa lassen sich daraus keine unmittelbaren Preisänderungen ableiten, weil Tesla regionale Preislisten, Steuern und Förderkulissen getrennt steuert. Die Entwicklung in Kalifornien liefert jedoch einen weiteren Datenpunkt für die Frage, wie stark Hersteller bei Elektroautos über Rabatte, Leasingkonditionen und Modellpflege um Nachfrage kämpfen. Bislang offen ist, ob Tesla die Entwicklung mit zusätzlichen Preisaktionen in Europa beantwortet.
Nächste Datenpunkte: Jahreszahlen und neue Quartalsauswertung
Als nächste belastbare Messpunkte gelten die kommenden CNCDA-Ausgaben mit späteren Registrierungsständen sowie die jeweils veröffentlichten Herstellerzahlen zu Auslieferungen und Finanzergebnissen. Für den Markt in Kalifornien ist zudem relevant, wie sich der Anteil von Elektrofahrzeugen insgesamt entwickelt. CalMatters berichtete zuletzt über eine Abschwächung des EV-Wachstums im Bundesstaat und verweist dabei auf Kosten- und Wettbewerbsfaktoren.
Einordnung: Rückgang ist klar, europäische Effekte bleiben indirekt
Die CNCDA-Zahlen zeigen für Tesla in Kalifornien einen deutlichen Rückgang der Neuzulassungen und einen spürbaren Verlust an Marktanteil bis September 2025. Für Europa ist das vor allem ein Hinweis auf anhaltenden Preisdruck im Elektroauto-Segment, nicht auf eine konkrete Preisentscheidung. Entscheidend bleibt, ob sich der Trend in den folgenden Quartalen bestätigt oder stabilisiert.





